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CLM ist im Zeitalter der KI wichtiger denn je
- Contracts Solutions
- 3 Mins
Zentrale Erkenntnis: Unternehmen, die bei ihrem Vertragsmanagement vorrangig auf KI setzen, erkennen oft zu spät, dass Automatisierung keine Governance ersetzt. Bei Compliance Prüfungen, Verlängerungsfristen oder Vertragsstreitigkeiten ist ein verlässliches führendes System unverzichtbar. Einen Wettbewerbsvorteil erzielen Unternehmen, die innovative KI mit unternehmensweiten Plattformen verbinden und dabei Kontrolle und Prüfbarkeit sicherstellen.
Jede Kategorie von Unternehmenssoftware steht irgendwann vor der Frage, ob sie noch gebraucht wird. Für CLM ist dieser Zeitpunkt jetzt gekommen. Generative und agentische KI erstellt Verträge, überarbeitet sie in Sekunden, fasst vertragliche Pflichten verständlich zusammen und kennzeichnet riskante Klauseln, ohne dass jemand ein CLM Tool öffnet. Was bedeutet das für speziell entwickelte CLM Plattformen. Gehören sie weiterhin in die Technologielandschaft oder machen leistungsfähige KI Assistenten sie überflüssig.
Unternehmen, die CLM durch KI ersetzen, erkennen den Unterschied oft erst dann, wenn er entscheidend wird. Das geschieht während einer Prüfung, nach einer versäumten Verlängerung oder wenn ein vollständiger und belastbarer Vertragsnachweis erforderlich ist. KI eignet sich besonders für Aufgaben wie Erstellung, Extraktion, Zusammenfassung und Weiterleitung. CLM bietet das gesteuerte und prüfbare führende System, auf das Rechtsabteilungen, Vertrieb, Einkauf, Finanzen, Risiko und Compliance angewiesen sind, um Vertragsprozesse in großem Umfang zu steuern.
KI beschleunigt einzelne Aufgaben. CLM macht den Prozess verlässlich, wiederholbar und dauerhaft tragfähig.
Was unternehmensweites Vertragsmanagement erfordert
Ein eigenständiges KI Tool ist nicht als operatives Rückgrat des Vertragsmanagements für große oder wachsende Unternehmen ausgelegt. Eine unternehmensweite CLM Plattform erfüllt genau diesen Zweck. Sie bietet Funktionen, die über den Umfang einer einzelnen KI Lösung hinausgehen.
- Eine zentrale durchsuchbare und auswertbare DatenquelleJeder Vertrag, jede Änderung und jede Verpflichtung befindet sich in einem gesteuerten Repository statt verteilt in Postfächern, Laufwerken und Chats.
- Unternehmensweite Integrationen mit vor und nachgelagerten SystemenDazu gehören einmalige Anmeldung, Systeme für Kundenbeziehungsmanagement sowie Plattformen für Konfiguration, Preisgestaltung und Angebotserstellung. Auch Lösungen für Beschaffung und Zahlung, Unternehmensressourcenplanung, elektronische Signaturen und Business Intelligence lassen sich anbinden. So fließen Vertragsdaten zuverlässig zwischen Geschäftssystemen.
- Zusammenarbeit innerhalb des SystemsInterne und externe Beteiligte arbeiten mit einer belastbaren Versionshistorie und einem Prüfpfad, der Änderungen und Zeitpunkte nachvollziehbar macht.
- Ein sicheres und steuerbares führendes SystemDefinierte Vorgaben für Datenspeicherort, Aufbewahrung und Zugriffsrechte erfüllen die Anforderungen von Recht, Sicherheit und Compliance.
- Konfigurierbare AutomatisierungGenehmigungsmatrizen, Klausellogik und Weiterleitungsregeln erhalten die gewünschten Vertragsprozesse des Unternehmens.
- Rollenbasierter Zugriff und klare LeitplankenDie Rechtsabteilung kann Vertragsabläufe im Unternehmen ausweiten und zugleich die erforderliche Aufsicht bewahren.
Ausgereifte CLM Plattformen ergänzen typischerweise weitere Funktionen, deren Wert mit der Nutzungsdauer steigt.
Eine unternehmensweite CLM Plattform schafft auf besondere und wichtige Weise Mehrwert. Die Verwaltung von Verpflichtungen und Verlängerungen verhindert versäumte Fristen für Verlängerung und Kündigung. Klauselbibliotheken, freigegebene Vorlagen und Verhandlungsleitfäden richten Vertragsaktivitäten an der Risikobereitschaft des Unternehmens aus. Analysen und Berichte über das gesamte Vertragsportfolio beantworten Fragen zu Gesamtausgaben mit einem Vertragspartner oder zu Vereinbarungen mit veralteten Freistellungsklauseln. Vollständige Prüfpfade und Versionshistorien stärken die rechtliche Nachvollziehbarkeit. Ausgereifte Sicherheits und Compliance Kontrollen bieten Schutzmechanismen, die eigenständige KI Tools meist nicht bereitstellen.
Der Funktionsumfang von CLM Plattformen folgt ihrem eigentlichen Zweck. Sie steuern Vertragsmanagement als kontrollierten und prüfbaren unternehmensweiten Geschäftsprozess statt als Sammlung unverbundener Aufgaben.
Selbst entwickeln oder einkaufen
Der umfassende Funktionsumfang eines CLM zeigt, warum die Alternative zum Kauf einer unternehmensweiten CLM Plattform selten in einem einzigen leistungsfähigen KI Tool besteht. Am Ende entsteht meist eine Kombination aus KI Tool, Dokumentenmanagement, Tool für rechtliche Anfragen, Berichtsebene und den bestehenden Lösungen von Vertrieb, Einkauf, Finanzen, Risiko und Compliance. Diese Option kann sinnvoll sein. Sie stellt jedoch eine andere Kaufentscheidung dar, als sie zunächst erscheint. Entscheidend ist nicht, ob sich diese Lösung zusammenstellen lässt, sondern ob das Unternehmen sie zusammenstellen sollte.
Unternehmen, die ihre eigene Technologielandschaft für Vertragsmanagement aufbauen, übernehmen dauerhaft deren Unterstützung. Jede Integration muss gepflegt, jede Verbindung geprüft und jede Herausforderung bei Governance und Skalierung gelöst werden, während sich die Umgebung weiterentwickelt. Eine unternehmensweite CLM Plattform bietet dagegen eine einheitliche Lösung, die kontinuierlich verbessert, vom Anbieter unterstützt und für das Wachstum des Unternehmens skaliert wird.
KI als Wettbewerbsvorteil und nicht als Ausstieg aus CLM
Der Aufstieg der KI hat CLM Plattformen nicht überflüssig, sondern leistungsfähiger gemacht. Unternehmensweite CLM Plattformen integrieren heute KI Funktionen wie Unterstützung bei der Vertragserstellung, Risikobewertung und Erkennung von Verpflichtungen. Gleichzeitig erhalten sie Governance, Prüfbarkeit und das führende System, die eigenständigen KI Tools fehlen. Da die meisten CLM Plattformen offene Programmierschnittstellen bieten, können Unternehmen spezialisierte KI Tools integrieren, ohne Kontrolle aufzugeben. CLM und KI ergänzen sich damit, statt miteinander zu konkurrieren.
Wann eine spezialisierte KI Lösung die richtige Wahl ist
Nicht jedes Unternehmen benötigt heute eine unternehmensweite CLM Plattform. In manchen Situationen passt ein eigenständiges KI Tool besser, insbesondere wenn nur eine begrenzte Auswahl von Aufgaben im Vertragsmanagement automatisiert werden soll. Das kann auch für Unternehmen sinnvoll sein, die keine Ausweitung der Vertragsprozesse über mehrere Geschäftsbereiche planen. Gleiches gilt für Unternehmen, die bereits ein etabliertes CLM nutzen und es um eine spezialisierte Funktion ergänzen möchten. In diesen Fällen löst die spezialisierte KI Lösung ein reales Problem. Es ist jedoch nicht dasselbe Problem, für das eine unternehmensweite CLM Plattform entwickelt wurde.
Der Mensch bleibt Teil des Prozesses
KI verändert, wie Fachkräfte in Rechtsabteilungen und Legal Operations ihre Zeit einsetzen. Sie entfernt diese Fachkräfte jedoch nicht aus dem Prozess. Statt Routineaufgaben manuell auszuführen, prüfen sie zunehmend Ergebnisse der KI, wenden geschäftlichen Kontext an und treffen fundierte Entscheidungen. Risikobewertung, Genehmigungen und Verantwortung bleiben Aufgaben des Menschen. CLM Plattformen mit integrierter KI stärken dieses Prinzip, indem sie Automatisierung mit Governance verbinden. KI beschleunigt Vertragserstellung und Analyse. Die CLM Plattform stellt sicher, dass Prüfung, Aufsicht und Verantwortung geklärt sind, bevor aus Entscheidungen konkrete Maßnahmen werden.
Ein klarer und dauerhafter Zweck
Mit dem Aufstieg der KI steigen die Erwartungen an Technologien für das Vertragsmanagement. CLM Anbieter reagieren mit Verbesserungen und verlieren nicht an Relevanz. Erfolg entsteht nicht durch den Vergleich zweier konkurrierender Technologien. Er erfordert ein System, das KI Funktionen in großem Umfang operativ nutzbar macht. Unternehmen erzielen den höchsten Mehrwert, wenn sie innovative KI mit Governance, Prüfbarkeit und Prozessdisziplin einer speziell entwickelten CLM Plattform verbinden.
Erfolgreiche Unternehmen entscheiden sich nicht zwischen KI und CLM. Sie nutzen die jeweiligen Stärken in Kombination.
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Jessica Cook, Senior Director, Contracts Solutions
Jessica Cook ist Juristin mit mehr als 15 Jahren Beratungserfahrung und über 12 Jahren Führungserfahrung bei der Umsetzung von Dienstleistungen in Rechtstechnologie, KI und Legal Operations. Jessica leitet CLM Implementierungsteams für unternehmensweite digitale Transformationen. Dabei sichert Jessica die erfolgreiche Einführung und unterstützt Kunden dabei, für Wachstum zu skalieren.
Der Inhalt dieses Artikels dient lediglich der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar.
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